Portfolio

Technik-Systemdenker. Baut, statt zu kaufen.

Tagsüber bringe ich als Techniker HKL/MSR komplexe Heizungs-, Lüftungs- und Kälteanlagen zum Laufen — Systeme aus Sensoren, Reglern und Software, die zusammenspielen müssen. Nach Feierabend mache ich genau dasselbe für mein eigenes digitales Leben: eigener Server, eigene KI-Automatisierung, eigener Passwortmanager, eigenes Dashboard, dazu dieser Blog und eigene Apps fürs Handy. Kein Managed Service, kein „einfach anmelden" — ich will verstehen und kontrollieren, was bei mir läuft.

Gelernt habe ich das nicht im Studium, sondern durchs Selbermachen: Elektroinstallateur-Ausbildung, dann Weiterbildung zum HKL/MSR-Techniker, parallel seit Jahren eigene Raspberry Pis, eine Bitcoin-Node, ein NAS und mittlerweile ein KI-System, das ich selbst konfiguriert und ans Laufen gebracht habe.

Schwerpunkte

KI-Systeme und Automatisierung

Eigene Assistenten aufsetzen, mit Telegram und weiteren Werkzeugen verbinden, Abläufe über mehrere Agenten bauen — Recherche, Inhalte, Überwachung — und per Zeitsteuerung eigenständig laufen lassen.

Selbst betriebene Infrastruktur

Docker, Reverse-Tunnel über Cloudflare und Tailscale, eigene Server von Grund auf einrichten und am Laufen halten — samt Überwachung, Sicherungen und Absicherung, ohne auf fremde Cloud-Dienste angewiesen zu sein.

Web und automatisierte Inhalte

Vom selbst gehosteten Blog bis zu Ketten spezialisierter Agenten, die zusammenarbeiten: Einer sucht Themen und prüft, ob sie aktuell sind. Einer recherchiert die Quellen dazu. Einer schreibt den Text. Einer erzeugt das Titelbild und komprimiert es. Einer veröffentlicht und legt die Notiz im Archiv ab. Jeder Schritt ist einzeln nachvollziehbar und austauschbar — kein undurchsichtiger Automat, sondern eine Kette, bei der ich an jeder Stelle eingreifen kann.

Systemtechnik im Hauptberuf

Inbetriebnahme und Programmierung von Gebäudeleittechnik (Comfort Point Open Studio, CARE) — Heizung, Lüftung, Kälte. Das schult den Blick für Systeme, die zuverlässig laufen müssen, nicht nur einmal funktionieren.

Ausgewählte Projekte

Plainvoice — veröffentlichte Android-App

Sprachnotizen mit Live-Transkription, die direkt als Markdown mit YAML-Kopfzeilen abgelegt werden — landen per Sync-Ordner unmittelbar im eigenen Obsidian-Speicher. Bewusst ohne Internetberechtigung: Alle Daten bleiben auf dem Gerät, nachprüfbar am offenen Quelltext. Signiert, auf Deutsch und Englisch, vertrieben über Gumroad.

Gandalf — eigener KI-Assistent

Läuft rund um die Uhr auf dem eigenen Server, angebunden an Telegram, mit eigenem Gedächtnis und über zehn täglichen Automatisierungen: Briefings, Überwachung, Inhalte. Komplett selbst eingerichtet und betrieben — kein Abo.

notmines.org — dieser Blog

Selbst gehostet mit Ghost, hinter einem Cloudflare-Tunnel, ohne fremde Cloud. Eigenes Theme, dessen Hintergrund auf der Grafikkarte gerechnet wird. Die Systemwerte auf der Startseite kommen live vom eigenen Server.

UpTown Dashboard — Web und Android

Eigenes Überwachungs-Dashboard für den Server: Systemzustand, laufende Dienste, Kosten, alles live. Web-Oberfläche plus native Android-App, erreichbar über das eigene VPN.

Wie ich arbeite

Das Besondere ist nicht die einzelne Anwendung, sondern dass alles ineinandergreift.

Der Server ist die Werkbank. Ich entwickle direkt auf meiner eigenen Maschine, nicht auf einem Laptop, der abends zugeklappt wird. Laufende Arbeiten bleiben dort stehen, wo ich sie verlassen habe.

Erreichbar von überall. Über eine gesicherte Fernverbindung komme ich vom Handy aus an dieselbe Umgebung — über mein eigenes VPN, ohne Umweg über fremde Dienste. Ein Gedanke auf dem Heimweg wird nicht zur Notiz für später, sondern direkt zum nächsten Arbeitsschritt.

Das Wissen liegt an einem Ort. Notizen, Projektdokumentation, Entscheidungen und offene Fragen liegen in einem eigenen Obsidian-Speicher, der über dasselbe Netz mit dem Handy abgeglichen wird. Kein Cloud-Abo, kein fremder Anbieter, volle Kontrolle über die eigenen Daten.

Der Assistent liest mit. Und hier schließt sich der Kreis: Mein KI-Assistent greift auf genau diese Notizen zu. Er kennt also den Stand der Projekte, die getroffenen Entscheidungen und die Gründe dahinter — statt bei jeder Frage bei null anzufangen. Was besprochen wird, landet wieder in denselben Notizen. Der Kreislauf aus Notiz, Entscheidung, Umsetzung und Dokumentation läuft dadurch ohne Bruch.

Genau dieses Zusammenspiel wende ich auch auf Projekte an, die nicht meine eigenen sind: Systeme so bauen, dass die Teile voneinander wissen — statt fünf Werkzeuge nebeneinanderzustellen, die niemand miteinander spricht.

Werkzeuge

Docker und Docker Compose · Python und Bash · Kotlin mit Jetpack Compose · Claude Code und weitere KI-Modelle · Tailscale und Cloudflare Tunnel · Ghost · Obsidian und Syncthing · Comfort Point Open Studio und CARE

Was mich antreibt

Ich glaube, dass Selbermachen und Verstehen mehr wert sind als bequeme Abos. Mich interessieren Dezentralisierung, Bitcoin und die Frage, wie man unabhängiger vom bestehenden System wird — technisch wie wirtschaftlich. Mit diesem Blog möchte ich ein paar alternative Sichtweisen und Denkanstöße weitergeben.

Kontakt

Für Anfragen, Projekte oder einfach zum Austauschen: [email protected]